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“Leipziger historische Konzerte. Das unbekannte Tagwerk der Romantik”
Sieben Gesprächskonzerte mit Musik und Kritik aus dem 19. Jahrhundert Medienpartner: MDR-Kultur
Kooperationspartner (2004): Gewandhaus zu Leipzig, Bach-Archiv Leipzig
Ort (sofern nicht anders angegeben): Gartenhaus am Mendelssohn-Haus Zeit: sonntags 15.30 Uhr Kartenvorbestellungen unter: 0341/1270484
Termine und Programme Presse
Bei “Romantik” denkt man unwillkürlich an Mondschein, Nocturnes und alltagsflüchtende Individualisten. Doch auch die Zeit der Romantik hatte ihren Alltag, auch die romantische “Woche” bestand nicht nur aus Sonntagen, auch der romantische Musikbetrieb musste sein Tagwerk verrichten. Wurde das Tagesgeschäft der Musik im frühen 19. Jahrhundert schnell vergessen, so birgt seine Wiederentdeckung manche Überraschung. Mit Verblüffung ist zu erkennen, dass gerade jene Komponisten, die damals auf der “Tagesordnung” waren, den Zeitgeist oft besser und authentischer repräsentieren als jene außergewöhnlichen Künstler, die den heutigen Konzertalltag dominieren. Denn diese standen eigentlich immer schon außerhalb jeder Zeit.
Seit Mai 1999 besteht am Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig das Forschungsprojekt “Leipzigs Aufstieg zur modernen Musikstadt." Es gehört u.a. zu seinen Aufgaben, aus verschiedenen Bibliotheksbeständen einen Fundus alter Notenmaterialien anzulegen, der wesentliche Aspekte der Musik im 19. Jahrhundert dokumentiert. Es handelt sich dabei um Werke, die zur damaligen Zeit eine repräsentative Rolle im Musikleben gespielt haben, aber heute nicht zugänglich sind, weil sie weder neu publiziert noch wieder aufgeführt und daher in der Folge schlicht vergessen worden sind.
Dr. Wolfgang Gersthofer und Marcus Erb-Szymanski sind beide Mitarbeiter an dem besagten Projekt und Gründungsmitglieder der “Gesellschaft für Kunst und Kritik Leipzig e.V.”. Beide haben die Konzertreihe “Leipziger historische Konzerte. Das unbekannte Tagwerk der Romantik” konzipiert. Die Idee ist, interessante und auch heute noch hörenswerte Werke aus dem umfangreichen Notenbestand am Institut für Musikwissenschaft aufzuführen und so auch den Leipziger Einwohnern und Gästen Einblick in ein schönes, aufregendes und wichtiges Kapitel der Musikgeschichte unserer Stadt zu gewähren. In den Konzerten wird jener Künstler gedacht, die Fixpunkte im damaligen Musikleben waren (und das Zentrum dieses Musiklebens war für viele die Musikstadt Leipzig). Kleine Moderationen, in denen Kritiken und Kommentare u.a. aus der zeitgenössischen Presse vorgelesen werden, runden das Bild von jener Zeit ab.
Termine und Programme
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